HTC – das neue Dickschiff im Smartphone-Segment

Noch vor kurzem war der Markt für Smartphones klar aufgeteilt. Die Finnen von Nokia eroberten mit ihren Flagship-Modellen die eine Hälfte des Marktes und die besonders im Businessbereich beliebten Blackberrys dominierten die andere Hälfte. Ein drittes, kleineres Segment bestand aus Modellen, die exklusiv bei den Telefongesellschaften gekauft werden konnten. Diese trugen dann Namen wie MDA oder XDA. Allerdings fristeten diese Produkte mehr oder weniger nur ein Nischendasein.

Mit dem Launch des iPhones änderte sich die Welt dramatisch. Plötzlich wurde das gefühlte Doupol aufgeweicht. Das iPhone schlug einen Keil und neben Apple, drängte plötzlich auch Google mit dem Android-Betriebssystem in diesen Bereich. Das war ganz sicher der geeignete Zeitpunkt für HTC aus dem Windschatten zu schlüpfen und hart am Wind zu segeln. Die HTC Corporation war bereits den Insidern ein Begriff. Denn HTC hatte die bereits erwähnten Modelle wie die MDA und XDA unter fremden Namen gebaut.

Jetzt gibt es bereits mindestens ein Dutzend erfolgreicher Modelle unter der Markte HTC. Aber die Firma aus Taiwan ist sich dennoch nicht zu schade, weiter Modelle für dritte zu bauen. Der bekannteste „Dritte“ ist ganz sicher die Firma Google. Google drängt mit Macht auf den Markt mit seinem mobilen Betriebssystem. Aufgrund der vollen Kassen kann man da schon einmal ein wenig nachhelfen, wenn sich der Marktanteil nicht schnell genug erhöht. HTC legt sich aber keineswegs auf eine Plattform fest und baut auch Smartphones für Windows Mobile oder für den Newcomer der mobilen Betriebssysteme, das Brew MP von Qualcomm. Diese Portfolio-Strategie ist ganz sicher sehr geschickt, um sich im Segment der Smartphones festzusetzen, selbst wenn man einmal auf ein falsches Pferd setzen sollte.